Pressemitteilung zum 25.11.2018

Frauen Union Karlsruhe fordert zum Tag gegen Gewalt an Frauen geeignete Maßnahmen für mehr Sicherheit im öffentlichen Raum!

„Die Ereignisse um den Vergewaltigungsfall in Freiburg erschüttern uns und zeigen, dass Handlungsbedarf mehr denn je gegeben ist. Es kann und muss mehr für Sicherheit getan werden, denn jeder Fall ist ein Fall zu viel! Auch in Karlsruhe haben sich in den vergangenen Wochen mehrere Fälle von Übergriffen und Prügelattacken ereignet. Diese Vorgänge dürfen nicht mit einem pauschalen Hinweis auf rückläufige Fallzahlen in Statistiken unbeachtet bleiben. Vielmehr müssen Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit ergriffen werden, damit wir uns in unserer Stadt sicher und wohl fühlen“, so die Vorsitzende der Karlsruher Frauen Union Dr. Rahsan Dogan.

In der dunklen Winterzeit halten sich Frauen und Mädchen an einigen Plätzen unserer Stadt nicht ohne Angst davor auf, sie könnten Opfer von Übergriffen werden. Aus Sorge, Opfer von Gewalt zu werden, schränken wir uns in unserer eigenen Freiheit ein. Wenn wir aus Angst ab einer bestimmten Uhrzeit nicht mehr das Haus verlassen, führt dies statistisch vermutlich zu einem Rückgang gewisser Straftaten. Aber es kann und darf nicht sein, dass wir aus Sorge um unsere Sicherheit unsere Freiheit opfern! Diese Entwicklung wollen wir nicht. Unsere Freiheit und unsere Werte, zu denen gehört, dass Frauen und Mädchen zu respektieren sind, sind von jedem zu achten, der sich in unserem Land aufhält“ erklärt Christel Amann.

„An den Brennpunktplätzen in Karlsruhe, wie z.B. Kronen-, Friedrichs-, Stephan- und Europaplatz sowie Bahnhofsvorplatz fühlen sich viele Frauen nicht mehr sicher. Viele Frauen müssen dort umsteigen und sich aufhalten, weil sie z.B. in Spätschicht arbeiten. Eine 100 % Sicherheit ist nicht zu erreichen. Aber mittels intelligenter Videoüberwachung kann möglichen Straftaten vorgebeugt werden. Ein kluges Beleuchtungskonzept, wonach öffentliche Plätze und Bereiche um Haltestellen hell ausgeleuchtet werden, hilft ebenfalls weiter. Das Personal bei Polizei und kommunalem Ordnungsdienst muss so aufgestockt werden, damit diese – auch ohne Anlass – wieder regelmäßig in der Innenstadt auf Streife gehen können. Wir erwarten, dass sich die Stadtverwaltung hierfür bei den zuständigen Stellen im Land einsetzt und auch selbst Mittel bereitstellt!“ fordert Stadträtin Bettina Meier-Augenstein.