Frauen Union Karlsruhe und Ingo Wellenreuther MdB: Moderate Reform des Landtagswahlrechts notwendig, um Frauen und Großstädte im Landtag zu repräsentieren

„Wir sehen uns als in der Großstadt lebende Frauen im Landtag nicht repräsentiert. Der Landtag von Baden-Württemberg hat aktuell im bundesweiten Vergleich die wenigsten weiblichen Abgeordneten. Bis zur Landtagswahl 2016 waren die beiden Karlsruher Wahlkreise mit zwei weiblichen Abgeordneten der CDU im Landtag von Baden-Württemberg vertreten. Wir wollen, dass Frauen, die die Hälfte der Bevölkerung stellen, auch mit einer entsprechend starken Stimme im Landtag vertreten sind“, sagt die Vorsitzende der Frauen Union Karlsruhe, Stadträtin Dr. Rahsan Dogan.

 

„Mit einer moderaten Reform des Landtagswahlrechts, wie von der Frauen Union Baden-Württemberg und auch Teilen der baden-württembergischen CDU vorgeschlagen sowie im Koalitionsvertrag festgeschrieben, sehen wir realistische Chancen, dass auch christdemokratische Landtagskandidatinnen aus Großstädten in den Landtag einziehen können. Es ist bedauerlich, dass die Mitglieder der CDU-Landtagsfraktion gegen klare Vereinbarungen im Koalitionsvertrag gestimmt haben. Ein formeller Beschluss war unnötig, ein Stimmungsbild einzuholen wäre völlig ausreichend gewesen, um mit den Grünen anschließend eine einvernehmliche Lösung erzielen zu können“, erklärt der Kreisvorsitzende der CDU Karlsruhe, Ingo Wellenreuther MdB.

 

Die Bevölkerung in Ballungszentren braucht eine starke CDU-Fraktion im Landtag, die ihre Interessen repräsentiert und sich für ihre spezifischen Anliegen einsetzt. „Wir bedauern es sehr, dass nun Uneinigkeit darüber besteht, die im Koalitionsvertrag zwischen der CDU und den Grünen vereinbarte Reform des Landtagswahlrechts anzugehen und umzusetzen. Wir würden es sehr begrüßen, wenn doch noch ein Einverständnis über eine moderate Reform des Landtagswahlrechts erzielt werden kann“, so Dogan und Wellenreuther.

 

Die CDU Karlsruhe hatte für die Landtagswahl 2016 mit den amtierenden Landtagsabgeordneten Bettina Meier-Augenstein und Katrin Schütz zwei Frauen als Direktkandidatinnen nominiert. Bei der Wahl gingen allerdings beide Mandate verloren. „Die großen Städte bleiben derzeit mit ihren vielschichtigen Problemen auf der Strecke. Es fehlt die notwendige Repräsentanz und Stimme im Landtag. Eine Änderung des Landtagswahlrechts ist eine Chance für die CDU in großen Städten, die nicht vertan werden sollte“, so Dogan und Wellenreuther abschließend.